Kategorie: Alltag


Busfahren oder Karl Marx

5. Mai 2013 - 10:30 Uhr

Schwierig zu erklären, was beide miteinander zu tun haben. Lediglich die Erklärung, dass öffentliche Transportmittel unmittelbar mit der gerechten Verteilung gemeinsamer Güter zu tun haben könnten, käme mir spontan in den Sinn. Aber es ist wie immer sehr viel einfacher und es gibt wie immer ein Geschichte dazu. Eigentlich wollte ich nur die Reifen meines Autos wechseln lassen. Doch als ein Reifen runter war, wurde schnell klar, da war was am Auto kaputt. Mietwagen der Werkstatt war nicht vakant – andere Mietwagen kommen nicht in Frage. Also: Busfahren. Der ungewohnte Fahrkomfort, die Angst die Kinder beim Ein- oder Aussteigen zu verlieren und auch das ewige Aufstehen von den Platz bietenden Sitzplätzen können mehr als Nerven kosten. Dennoch ist es für Kinder das pure Abenteuer! Während wir also mit dem Bus nach Hause fuhren, tauchte die Porta Nigra auf – eine alte Bekannte der Kinder. Vor der Porta Nigra standen kleine, rote Plastiken.

“Guck mal Mama, da stehen rote Gartenzwerge vor der Porta Nigra” ließ sich meine fünfjährige lautstark vernehmen. Rote Gartenzwerge, da musste ich schmunzeln. Denn jetzt kommen wir zu Karl Marx. Diese roten Gartenzwerge sind die kleinen Karl Marxe des Nürnberger Künstlers Ottmar Hörl.  Hörl, der eigentlich wegen seiner Masseninstallationen bekannt wurde und nicht durch seine Nähe zum Philosophen, stellt über 500 Plastiken des Trierer Philosophen in ganz Trier aus. Sie stehen an jeder “Sehenswürdigkeit” – und unter anderem an der Porta Nigra. Sie berauschen mich, diese kleinen Gartenzwerge, pardon Karl Marxe. In verschiedenen Rottönen mit Napoleonhand im Revers und Comicschuhen an wird der Sohn einer Trier Rabbinerfamilie witzig, zeitnah und vor allem unübersehbar.   Die Installaztion ist im Gegensatz zu den Schriften des Philosophen denkbar einfach zu lesen – denn hierbei handelt es sich nur um Deko. Also hatte meine Tochter doch recht, als sie von Gartenzwergen sprach. Möglicherweise hätte die Allegorie Karl Marx sogar gefallen. Wer die Installation noch live sehen möchte, muss sich beeilen, denn Ende Mai ist es wieder vorbei mit Karl Marx. Die Gartenzwerge aber sind käuflich zu erwerben. Und ich denke ernsthaft darüber nach, mir einen kleinen Karl Marx nach Hause zu holen.

2 Kommentare » | Alltag, Feste

Regen

28. April 2013 - 13:07 Uhr

Manchmal ist es im Leben ein wenig so, wie in einem Woody Allen Film – naja zumindest in meinem. Da läuft dann so eine komische Geschichte, auf die, wenn man im Kino säße, dann eine wahnsinnig sinnliche oder amüsante Musik im Hintergrund laufen würde. In diesen Momenten habe ich das Gefühl, von Außen auf das zu sehen, was sich allgemein hin Alltagskomik schimpft. Gestern zum Beispiel waren wir  bei einem kleinen Tierpark hier ganz in der Nähe, der aus Wildschweinen, Hühnern und Ziegen besteht. Wäre noch ein Bauernhaus oder ein Kaffee dabei, man könnte es auch einen illustren Ausflug auf den nächsten Bauernhof nennen. Hier heißt es Tierpark und es ist gerade wegen seiner Überschaubarkeit ein Ausflugsziel für Menschen mit kleinen Kindern. Ziegenfüttern – ganz großer Sport. Hühnern beim Dauerlauf um einen einzigen Baum zusehen – wahre Komik des Lebens.

Ich war mal in einem Zoo. Da saß  ich zusammen mit einem Freund stundenlang nur in einem Haus – dem Affenhaus. Wir hatten richtig viel zu Lachen. Und genau so ging es den Kindern und mir gestern wieder. Was haben wir gelacht. Über die komischen Hühner, was haben wir gestaunt über die niedlichen kleinen Ziegen, wie haben wir uns geekelt über unsere von Ziegenzungen zerlutschten  Hände. Da war es auch überhaupt nicht schlimm, dass es geregnet hat, dass es nicht so warm war.

Kommentieren » | Alltag

Wochenende

20. April 2013 - 09:25 Uhr

Zeit der Entspannung und der Kreativität – das ist Wochenende. Gedeckelt werden soll in der kurzen Zeit zwischen Samstag Morgen und Sonntag Abend so einiges: aber vor allem Entspannung. Wir hatten eine anstrengende Woche!

Da gab es den Sportabend des Gymnasiums, der, mitten in der Woche gelegen, mit einer Dauer von drei Stunden, jeden Rahmen sprengte und dennoch ganz großartig war. Wir hatten Pseudokrupp mit den daraus resultierenden kurzen Nächten. Wir hatten die ersten Allergieschübe des Jahres mit der Aussicht auf mehr  - und keiner weiß, worauf das Kind reagiert! Eine angehende Mittelohrentzündung – die Liste ist wahrhaft lang.

Das erste was ich nach so einer Woche immer mache, ist ein großes Frühstück, bei dem die Kinder mit uns gemeinsam beginnen und dann immer wieder kommen und gehen. Und wenn dann alle wirklich satt sind, gehen die Kids raus und Mutti macht sich an die Arbeit.

Heute war die olle Lampe dran, die schon seit Wochen störte. Sie bekam einen neuen Anstrich in Gold und ein paar umgedrehte Blümchen. Nachher werden wir noch einen großartigen Kinderroman weiterlesen – Die wilden Piroggenpriaten von Maris Putnis – und uns einfach weiter entspannen.

Habt ein schönes Wochenende!

2 Kommentare » | Alltag

Schmetterlinge und Vögel

17. April 2013 - 07:20 Uhr

Die Natur erwacht aus ihrer Schockstarre! Meine Familie atmet auf, das Leben wird leichter. Es war ein langer Winter. Einfach nach Draußen gehen, den Kindern beim Wettlauf mit den Schmetterlingen zusehen und den zurückgekehrten Vögeln beim Singen zuhören. Das Haus bekommt neue Deko: wie dieser wundervolle kleine Übertopf von Lavendelherz

und diese fantastischen kleinen Schmetterlinge aus Filz, die meine Kinder im Alleingang einen Nachmittag lang bastelten, als sie zu müde waren, um raus zu gehen.

Wir stellen die trockenen Stöcke, die wir beim Aufräumen des Gartens gefunden haben in eine Vase und dekorieren kleine gelbe Vögel und Schmetterlinge aus Filz dazu.

Ebenso wie die Blumen wachsen meine Kinder momentan in einem atemberaubenden Tempo. Ich kann ihnen förmlich dabei zusehen. Alles streckt und reckt sich. Alles ist wieder in Bewegung. Genauso mag ich das!

1 Kommentar » | Alltag

Simple Life

14. April 2013 - 06:06 Uhr

Was genau ist Simple Life? Ich habe mir so meine Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich habe verschiedene Zeitschriften gelesen, mich mit Freunden über das Thema unterhalten und ich muss sagen, die reine Definition von Simple Life  - nämlich das Leben nach den einfachen Prinzipien des respektvollen Miteinanders auf der Grundlage des wirklich nur am Nötigsten zum Leben gehörenden Dinge wie Essen – kann nicht gemeint sein. Was also bedeutet Simple Life für Euch? Eine meiner guten Freunde sagte mir, dass sie es gerne einfach in ihrem Leben hat. Wobei sie einfach nicht im Sinne von möglichst wenig Funktionen am Handy meint. Nein, sie meint eine Art Rückbesinnung auf alte Werte. Diese Werte tauchen immer wieder in ihrem Leben auf und erden sie. Nun, zu dieser Sicht passt das heutige Rezept eines einfachen, süßen Hefebrotes.

Zum süßen Brot: Wer es nach backen möchte, der braucht: 1 Päckchen Hefe (frisch oder trocken), 400 Gramm Mehl (Typ 405), 2 TL Backpulver, 20 Gramm Butter, 100 Gramm Zucker, ca. 200 ml Milch eine kleine Auflaufform. (bitte beachtet: dieses Rezept ist nicht auf Vollwertküche anwendbar. Wenn ihr Vollkornmehl verwenden möchtet, dann müsst ihr alle Zutaten außer Mehl und Hefe verdoppeln)

Und nun Schritt für Schritt:

Schritt 1 des Brot Selberbackens: Hefe ansetzen. Dazu die Hefe in eine kleine Schüssel mit einem TL Zucker geben und mit handwarmen Wasser bedecken.

Schritt 2 des Brot Selberbackens: Mehl mit Backpulver vermischen. Zucker dazugeben.

Schritt 3 des Brot Selberbackens: Milch handwarm erwärmen und in der Milch die Butter langsam schmelzen lassen.

Schritt 4 des Brot Selberbackens: Nun die Hefe in das Mehl Gemisch geben, danach die Buttermilch dazugeben. Das ganz zu einem lockeren Teig vermischen.

Schritt 5 des Brot Selberbackens: Den Teig in die Auflaufform geben, sodass der Teig die Auflaufform zur Hälfte bedeckt.

Schritt 6: Warten bis der Teig aufgegangen ist und ab in den Backofen. Bei 200 Grad im Elektroherd bei Umluft eine halbe Stunde backen. Dann den Ofen aus und das Brot mindestens noch eine halbe Stunde in der Röhre lassen.

Habt einen schönen Sonntag.

1 Kommentar » | Alltag

Geschenkpapier

9. April 2013 - 12:18 Uhr

Die Zeit der Feste hat begonnen – Frühling ist Hochzeit, ist Geburtstage, Gartenparties und anderes. Also brauchen wir Geschenkpapier. Natürlich ist es einfach, Geschenkpapier zu kaufen. Aber wenn es wirklich besonders sein soll oder wenn ihr kein Geschenkpapier im Haus habt, dann ist es wirklich sehr einfach, Geschenkpapier selber zu basteln. Und das Beste daran: Die Kinder können beim Geschenkpapier basteln ganz super mithelfen.

Denn: Alles, was ihr dafür braucht, sind Stempel, ein Wasserfarbkasten, Pinsel und Butterbrotpapier in einer Rolle.  All diese Dinge könnt ihr meist im nächsten Supermarkt um die Ecke kaufen. Wer keine Stempel da hat, kann sich die auch mit Kartoffeln selber machen. Und nun frisch ans Werk.

Schritt 1: Das Geschenkpapier färben. Dazu Wasserfarben mit großem Pinselstrich auf das Butterbrotpapier auftragen. Die Farbe trocknen lassen.

Schritt 2: Das Stempelmotiv großzügig auf das bemalte Papier auftragen.

Das war es schon! Jetzt nur noch schön einpacken und schon habt ihr ein ganz besonders individuelles Geschenk gebastelt. Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Kommentieren » | Alltag

Fenster – oder color me happy

2. April 2013 - 19:34 Uhr

In meinem Studium der Kunstgeschichte habe ich viele Bilder auseinander genommen, deren Zentrum von einem Fenster geprägt sind. Ein Blick aus dem Fenster bedeutet immer der Blick und auch die Suche nach Freiheit – sowohl körperlich als auch geistig. Aber der Blick ins Fenster ist seltsam ruhig abgehandelt. Und das  mag auch daran liegen, dass das Zimmer aus dem geblickt wird, grundsätzlich als Mittelpunkt der Seele gesehen wird. Niemand möchte gerne von außen in seine Seele blicken. Aber steckt nicht genau in diesem Moment ein grundsätzliches? Ist nicht eben jenes Moment ein Moment des Inne – haltens, des Reflektieren? Doch zurück zur einfachen Sicht der Dinge auf diesem Foto. Im Blumenkasten meiner Schwiegermutter hatten sich Ostereier versteckt und mein Kind steht nicht vor dem Fenster auf der Suche nach Reflektion, sondern nach dem pinken Osterei. Und ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage: sie hat es gefunden!

Noch mehr pinke Momente findet ihr genau hier

1 Kommentar » | Alltag

Frühling

20. März 2013 - 12:46 Uhr

Ich sehne ihn herbei – den Frühling. Die langen, dunklen Tage voller Regenwolken, die Tage ohne Schatten – ich möchte sie nicht mehr. Aber es ist Geduld gefragt, denn Sonne und lange lichte Tage lassen mit Sicherheit noch lange auf sich warten. Macht nichts. Holen wir uns den Frühling eben anders ins Haus. Von Ferien Kindern gebastelte Blumen, Vögel und Marienkäfer zieren seit heute unser Fenster.

Noch mehr Farbe und somit gute Laune bringen die Ostereier, die ebenfalls von den Kindern bemalt, unseren Jahreszeitenkranz schmücken. Nun muss nur noch die Natur nachziehen.

2 Kommentare » | Alltag

Winter ade!

11. März 2013 - 16:43 Uhr

Während es sich hier wieder langsam einwintert und Muttern noch immer krank ist, können die Kinder bei eisiger Luft und kleinem Picknick mit dem Papa sehr viel Spaß haben. Aufmerksame Leser werden sicher schon bemerkt haben, dass wir ganz in der Nähe eines kleines Flusses leben. Und dieser Fluss war schon für so manche idyllische Stunde gut. Bewaffnet mit einem Stück Hühnerkeulchen lieben es unser Kinder, dem Lauf des Wassers nachzublicken, ihrer Gedanken hinter her zu senden und dann mit großen Ideen zurückzukehren.

Kommentieren » | Alltag

Granatapfel

6. März 2013 - 15:31 Uhr

Eine der wohl schönsten Früchte dieser Welt, neben der Erdbeere, sehr sinnlich und unglaublich schmackhaft: der Granatapfel. Kleine Finger, die sich der leckeren Kerne innerhalb der harten Schale annehmen. Ein Anblick so unendlich bezaubernd.

Kommentieren » | Alltag

« Ältere Einträge