26. Oktober 2011 - 13:35 Uhr
Es ist an der Zeit, über einen hübschen Adventskalender nach zu denken. Denn immerhin haben wir Ende Oktober und nunja – bis zur Adventszeit ist es nicht mehr weit. Unsere Zeit im Waldorfkindergarten hat mich vor Jahren auf einen wirklich schönen und sehr kindgerechten Einfall für einen etwas anderen Adventskalender gebracht: also präsentiere ich euch heute den Freebie für einen Adventskalender mit Zaubernüssen.

Ich gebe zu, dass sich meine Einfälle im Bereich der Jungen ein wenig in Grenzen halten. Was braucht ihr? Nun – zunächst einmal:
24 Wallnüsse
24-48 kleine Schmuckteile oder Murmeln
Bienenwachskerzen
Schrägband
Silber- oder Goldspray
Und so funktioniert es: Zunächst müssen alle Wallnüsse vorsichtig in zwei Hälften geteilt werden. Das Innere der Nuss muss weg. Ihr könnt es später für Kuchen oder zum einfach so essen weiter verarbeiten. Ist das Innere weg, legt ihr die Nusshälften so auf ein Papier, dass die passenden Hälften später wieder zu finden sind. Jetzt werden die Nusshälften mit dem Silber oder Goldspray von außen lackiert. Lasst die Hälfte trocknen.

In der Zwischenzeit schneidet ihr das Schrägband in kleine ca. 10 lange Bänder. Legt den Schmuck oder die Murmel auf dem Tisch zum Befüllen der Nüsse bereit. Sind die Nusshälften trocken, befüllt ihr eine Nusshälfte. Den Gegenpart lasst ihr liegen. Nun eine Bienenwachskerze anzünden und den Wachs an der Nussinnenseite am Rand entlang abtropfen lassen. Ein Schrägband auf einen gewachsten Rand legen. Ist das geschehen, müsst ihr schnell sein. Denn bevor das Wachs getrocknet ist, muss die Gegennusshälfte aufgebracht worden sein. Nun nehmt ihr erneut die Bienenwachskerze und lasst den Wachs rund um die natürliche Nussnaht einlaufen. Keine Angst auf die Geschenke fließt das Wachs nicht, denn es ist ausgehärtet, bevor es die Innennuss erreichen würde.

So sind die Nüsse zusammen und auch wieder nicht. Denn eine solche verschlossene Wallnuss hält keine Ewigkeit. Kinder brauchen nur ein wenig zu drücken und zu schieben und schon ist die Nuss offen und das Geschenk offenbart sich. Das Gute daran ist, dass sich das Kind jeden Tag eine Nuss aussuchen kann. Denn selbstverständlich machen solche Nüsse auch als Vorweihnachtsdeko einiges her.
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18. Oktober 2011 - 19:45 Uhr
Neulich waren wir an einem künstlich angelegten Weiher hier in unserer Nähe. Dieser Fleck ist wirklich ein kleines Einod. Der Erholungscharakter ist groß – besonders für Menschen, die sich nach Bergen und wenig weite Aussicht sehnen – also Ruhe für das Auge. Denn was für mich Ruhe für das Auge ist, bedeutet Ruhe im Ganzen – also auch für die Ohren und vor allem für mein Sein. Die Mädels hören auf zu quengeln und tauchen ebenfalls ein in die sie umgebende Stille. Ich gebe zu, das klingt spirituell – ist es aber nicht. Nehmen wir an, ich hätte eine Filmsequenz beschrieben. Hier spätestens wäre der Film eingefroren, das Werbegrinsen meiner Kinder verharrt und nun: Vorhang auf für die Realität.

Meine Kinder sind kaum aus dem Auto und für einen Moment in die Stille eingetaucht, schon rennen sie laut schreiend zum Weiher, den angrenzenden Hang hinauf, zwischen die Bäume und wieder runter. Sollte in diesem Moment eine Maus oder ein anderes Waldtier die Nase aus dem Loch gestreckt haben, flieht es in die Dunkelheit. Und wenn die Kinder den Hang weit genug nach oben und wieder nach unten stolperten, kehrt dann doch noch sowas wie Ruhe ein. Sie gehen auf die Suche nach Geheimpfaden über den plätschernden Bach, der den Weiher nährt. Sie lassen Blätter als Boote fahren und machen sich die Ärmel bis zu den Achseln nass. Wenn dann noch ein essbarer Pilz in Greifweite ist, ist auch mein Mann mit unserem Ausflug vollends zufrieden und wir begeben uns auf den Heimweg.
Was möchte ich damit sagen? Geht raus in den Wald, es lohnt sich. Wandern mit Kindern ist sicher anders, als wenn man allein in der Natur unterwegs ist, aber es macht sicher sehr viel mehr Spaß. Die Augen meiner Mädels zeigen mir längst verloren geglaubte Schätze, erinnern mich an Abenteuer und das Staunen meiner eigenen Kindheit. Besonders an die Sequenzen, in denen ich immer dachte, von den weit schwingenden Bäumen erschlagen zu werden oder durch einen gewagten Sprung auf eine Wolke den Zugvögeln hinterher sausen zu können. A propos Zugvögel: die waren natürlich auch zu sehen. Drei Schwärme schnatterten über unsere Köpfe hinweg und erinnerten mich daran, dass bald der Winter kommt – mit Sicherheit.
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14. Oktober 2011 - 17:24 Uhr

Ich denke, es ist mal wieder an der Zeit, eine kleine, feine Anleitung auf dem Blog zu veröffentlichen. Weihnachten naht und DIY steht ganz oben auf der to-do-Liste. Jetzt fangen wir wieder an mit Extrembasteln und freuen uns immer über neue Anregungen. Deshalb machen wir eine unsere liebsten Basteleien nun auch zugänglich für Euch.
Eine kleine Engel Puppe ist an sich wirklich einfach. Was ihr braucht, ist ein Holzpuppenrohling aus jedem Bastelladen. Die sind nicht sehr teuer und in unterschiedlichen Größen zu bekommen. Ich habe hier einen Holzpuppenrohling mittlerer Größe. Ferner braucht ihr Stoffreste in Größe 15×15 cm für das Kleidchen, ein 5×4 cm großes Stück Puppentrikot, Puppenhaarwolle und ein wenig Filz für die Schuhe. Alle Arbeiten können super per Hand genäht werden – so ist das Nähen also eine prima Beschäftigung für Kinder ab 8 Jahren allein und für alles, was jünger ist, in Begleitung einer fleißigen Mama oder Tante oder Papa oder …..

Ihr beginnt damit, das Stück Stoff für das Kleid zu nähen. Ganz einfach geht es, wenn ihr den Stoff mittig nehmt und dann an der geöffneten Seiten beginnend in Richtung umgeschlagene Seiten nähen. Vor dem Umschlag in etwa 2 cm Abstand geöffnet lassen. Später kann dann ein kleines Band als Gürtel dienen. Dieses Kleid muss der Puppe angezogen werden, bevor ihr den Kopf macht. Nun das Stück Puppentrikot zusammengenähen und dann mit Wolle aufgefüllen, sodass eine richtig schöne Kuller entsteht. Diese Kuller wird nun mit Hilfe von Heißkleber auf den Körper geklebt.

Kopf und Kleid zusammen nähen. Ein klein wenig roten Filz für beide Füße ergeben die Stiefel. Dazu müsst ihr einfach zwei 2×4 cm Stücke Filz zusammennähen. Das ganze bitte zweimal, denn der Engel hat ja zwei Füße. Nun noch die Haare. Dazu müsst ihr die Puppenlockenwolle, die es auch in allen guten Bastelgeschäften gibt, zusammenhäkeln oder zusammenstricken. Ein 6×3 cm großes Stück ist ausreichend. Dieses Stück Wolle nun an die Kugel annähen. Wer Augen und Mund haben möchte, der kann es aufsticken oder aufmalen. Fertig! Viel Spaß beim Nachbasteln.

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11. Oktober 2011 - 20:59 Uhr

Ein Hühnchen wollte eine meiner Töchter haben, schön knusprig und saftig sollte es sein und vor allem: gefüllt mit Maronen. Ein super Start in die zweite Ferienwoche. Denn das Wetter ist ja nicht so berauschend. Aber so haben wir einen tollen Grund, in den Maronenhain zu gehen. Ein wenig von unserem Haus entfernt, beginnt der Wald mit Waldweg, der von unglaublich großen und schönen Maronenbäumen gesäumt wird. Die lieben Kleinen wurden mit warmen Jacken und Körbchen bewaffnet und ab gings zum Sammeln. Mein Mann ist hier in seinem Element und auch die Kinder mögen das Auflesen der Kastanien. Nur die pieksigen Aussenhüllen der Maronen machen den kleinen Fingerchen zu schaffen.
Aber als die Taschen voll sind und das Sammeln beendet ist, wartet noch der abenteuerreiche Rückweg. Mein Mann schlägt den Mädchen vor, sie sollten den Weg nach Hause suchen und finden. Und mit einigen Umwegen, die wir alle ohne zu murren mitgehen, finden die Damen doch tatsächlich den richtigen Weg. Glück und Erleichterung machen sich breit. Bis zum Haus ist es nun nicht mehr weit.
Das Rezept für das Hühnchenglück ist übrigends denkbar einfach. Wichtig ist es, die Maronen aus der stacheligen Schale zu holen, die Kastanie selbst an der dicken Seite anritzen. Dann müssen die Maronen in heißem Wasser schwimmen lernen, abkühlen und von der Schale befreien. Am besten schmecken die leckeren Maronen, wenn die äußere, also die harte und die weiche, innere Schale abgepuhlt werden. Dann die Maronen mit Zwiebeln und Knoblauch zusammen kurz anbräunen und ins Hähnchen stopfen.

Das Hänchen müsst ihr vorher waschen und von eventuell vorhanden Eingeweiden befreien. Die Haut langsam vom Hals in Richtung Po anheben. Unter der Haut eine Kräuterbutter verteilen. Auf der Haut eine Mischung aus rotem, süßem Paprika und Salz verstreichen. Das ganze ab in den vorgeheizten Ofen und je nach Gewicht schmoren lassen. Wichtig: immer wieder den Sud aus dem Hähnchen nutzen, um das Hähnchen damit zu übergießen, so wird der Gockel lecker knusprig. Hach, was haben die Mädchen die Fingerchen geschleckt. Es war wieder lecker. Und bitte an alle, deren vegane Gefühle ich nun verletzt habe, überlest den Artikel einfach. Wir essen nun einmal gerne Fleisch – aber bitte Bio und bitte nur selten und so verwertet, dass die Ethik gewahrt wird.
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9. Oktober 2011 - 15:21 Uhr
Ein Engel gehört einfach zu Weihnachten dazu. Die meisten Kreativen sind schon lange auf dem Weg und produzieren Weihnachts Engel. Auch ich habe mich in diesem Jahr rechtzeitig auf gemacht, um ein paar wirklich schöne kleine Engel und auch Produkte für Weihnachten zu produzieren. Den Anfang machen meine Wollengel. Sie sind so groß wie eine Kinderhand von ungefähr sechs Jahren. Zu kaufen gibt es meine Engel unter http://www.popoechen.com/epages/63155706.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63155706/Products/111 und unter http://de.dawanda.com/product/14418277-Engel

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7. Oktober 2011 - 12:41 Uhr

Als das Wetter noch nicht so nass war, also gestern, gingen meine Mädels – o.k. die drei Großen – in die Apfelernte. Hach, es ist jeden Herbst das schönste überhaupt. Bei schönem Wetter in die Ernte gehen. Ich gestehe, dass meine bäuerlichen Gene extrem verkümmert sind. Es war meine Mama, die überhaupt ein kleines Pflänzen für Gärtnern in mir hegte und pflegte und ich gestehe, mit dem Älterwerden finde ich auch immer mehr Gefallen an Gärtnerarbeiten.

Jedenfalls haben meine Mädchen ihre Gene für die Landwirtschaft weit besser ausgeprägt als ich. Das liegt sicherlich an meinem Mann, der darauf besteht – trotz sehr hoher Intelligenz – ein Bauer zu sein, wobei ich nicht gesagt haben möchte, dass Bauer perse weniger intelligent sind. Nunja. Die Äpfel sind reif und werden geerntet. Meine Große ab in die Bäume und die beiden Mädchen zwei und drei stehen darunter und fangen auf, was von oben herunterfällt. Das Resultat sind super leckere Äpfel und Kinder, die gerne in die Früchte beißen, weil sie selbst geerntet haben.

Da erinnere ich mich an die Ernteeinsätze, die ich mit meinen Eltern hatte. Wir waren in den Süßkirschen. Frühmorgens ging es los – dunkel wars und der Skoda meiner Eltern roch nach Benzin und Morgenkälte und ich erinnere mich an die Kolonne anderer Fahrzeuge, mit denen wir Kolonne fuhren. Dann wurden uns die Bäume für den Tag zugeteilt, Körber verteilt und los gings. Wir waren den ganzen Tag in den Kirschen, meine Schwestern und ich – wir liefen zwischen den Bäumen und zur Tischzeit wurde ein großes Picknick gemacht. An diese Tage erinnere ich mich mit Freuden – auch daran, dass wir Kirschen nach Hause schmuggelten.
Nunja, in den Äpfeln waren wir nie, dafür sind da jetzt meine Mädels und die machen das nicht den ganzen Tag, sondern maximal eine halbe Stunde. Aber Spaß macht es ihnen dennoch mindestens genauso sehr, wie mir damals die Kirschen ernten.
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1. Oktober 2011 - 09:40 Uhr
Wenn sich die Farben des Herbstes mit der spielerischen Ruhe meiner Kinder verbinden, entstehen wirklich schöne Bilder. Harmonie und Fantasie ganz umsonst und so echt.


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1. Oktober 2011 - 09:03 Uhr

Gestern morgen waren wir auf ein Frühstück in der 1.Klasse unserer Tochter eingeladen. Start Punkt 8 Uhr in der Früh. Wer meinen vorherigen Post gelesen hat, weiß, dass ich mit einer solchen Zeitplanung wirklich leicht überfordert bin. Unser Tag startete also unnormal früh. Ich weckte alle Kinder – auch die, die noch locker eine Stunde hätten schlafen können. Ich machte die Kinder fertig – die Großen für die Schule, die Kleine für den Kindergarten und die Jüngste für das gemeinsame Frühstück. Ich packte den Korb für das gemeinsame Frühstück – Teller, Tassen, Wurst, Besteck, 12 gekochte Eier… Mein Mann brachte die Großen in die Schule und ich die 3. in Begleitung der 4. in den Kindergarten – danach direkt weiter in die Schule. 8.15 Uhr – und ich bin schon wieder am Ende.
Diese Termine in so trauter Runde – mir bleibt da nur Zynismus. Kaum etwas ist so öde und fürchterlich als in einem verstunkenen Klassenzimmer auf viel zu kleinen Stühlen an viel zu kleinen Tischen zu sitzen. Keiner macht das Fenster auf, alle reden irgendwie durcheinander, die Lautstärke wird durch rythmisches Gelache unerträglich nach oben geregelt. Von sowas bekomme ich Kopfweh. Die Klassenlehrerin wollte Smaltalk, aber ich mit Sicherheit nicht. Was soll ich mir vorgeheuchelte Empathie anhören. Nach ungefähr einer Stunde aber eigeignete sich etwas wirklich cooles. Die Kinder, denen es langweilig wurde und die nicht wussten, was sie mit ihrer Energie anfangen sollen und die so ganz nebenbei immer irgendwie aggressiv durch das Leben gehen, begannen sich gegenseitig zu verprügeln – vor den Augen der eigenen Eltern und den Eltern der anderen Kinder. Die Mütter dieser Jungs haben nichts unternommen, ausser ihr Brötchen interessierte sie nicht soviel.
Erst als ein Papa eines anderen Kindes lautstark eingriff, erwachten auch die Mütter aus ihrer Kaumeditation und kümmerten sich um das Ende der Streitigkeiten. Mein Mann und ich mussten uns entscheiden, ob wir laut lachen oder doch besser extrem betroffen gucken sollen. Wir entschieden uns für letzteres, das macht immerhin einen besseren Eindruck. Wie gut, dass meine Kinder nicht dabei waren – diesmal – vielleicht ein anderes Mal. Mal sehen. Nicht das meine Mädels Schläger sind, aber Engel sind sie sicher auch nicht. Nur eins ist sicher – die Jungs haben ihre Mütter blamiert. Dabei haben sie genau das gemacht, wonach so manch einem in diesem Klassenzimmer bei so schlechter Luft, wenig Bewegung und uninteressanten Themen zumute war – zuschlagen. Bitte nicht falsch verstehen, das ist keine Petition für das Schlagen oder Konfliklösung in Form von Gewalt. Aber Schulen wie diese Grundschule, die nach starren Regeln funktionieren, die kleine Jungs und Mädchen übermäßig lang zum Stillsitzen verdonnern, die Kinder, dennen langweilig ist am langen Arm vor sich her schieben, müssen sich nicht wundern, dass genau solche Situationen entstehen.
Was macht man mit solch einem Tag – er ist vorbei, bevor er wirklich begonnen hat. Nun wir pflückten Hagebutten und vielleicht machen wir ja auch noch Marmelade daraus
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