Kartoffelpuffer (Reibekuchen) – vegan natürlich – mit Mus

23. Juli 2014 - 14:07 Uhr

Ich mag die einfache Küche. Direkte Zutaten, wenig verpanscht. Kartoffeln müssen nach Kartoffeln schmecken, Gemüse nach Gemüse. Deshalb esse ich Kartoffelpuffer nur, wenn sie vegan hergestellt worden. Zwiebeln und Eier gehören für mich nicht in einen guten Kartoffelpuffer. Und ganz schlimm wird es, wenn der Kartoffelpuffer im Fett schwimmt. Aus diesem Grund habe ich Jahre keine Kartoffelpuffer auf Festen oder in Gastros gegessen. Ein Zufall – nämlich simples Vergessen – brachte mich auf das leckerste und so ganz nebenbei auch noch vegane Gericht – Kartoffelpuffer mit Apfel-Mango-Mus. Wenn die Kinder nämlich aus der Schule kommen, haben sie Hunger. Sie möchten was Feines auf dem Tisch – kindgerechtes. Sind Nudeln und Reis aus, aber Kartoffeln im Überfluss da, bietet sich selbstverständlich ein Kartoffelgericht an. Was aber, wenn überhaupt keine Zutaten für eine leckere Soße im Haus sind. Dann bleiben nur noch die Kartoffelpuffer. 5 Kartoffeln pro Person schälen und reiben (deshalb auch Reibekuchen genannt). Mit einem Esslöffel Zucker vermischen. Grieß und Mehl hinzugeben bis der Teig nicht mehr klebt. Einen Teelöffel Salz oder nach Geschmack auch gerne mehr runden die Würze ab. Pfanne erwärmen und ordentlich Pflanzenöl aufgießen. Mit zwei Esslöffeln leckere mittelgroße Kartoffelpuffer formen und in der Pfanne ausbacken. Ist eine Seite braun, wenden.

Während die ersten Kartoffelpuffer in der Pfanne ihren leckeren Duft verbreiten, wird das Apfel-Mango-Mus zubereitet. Dazu braucht ihr eine ganze Mango. Diese schälen und das Fleisch vom Kern lösen. Ihr braucht für das Mus ferner einen Apfel. Diesen vom Steingehäuse befreien und klein schneiden. Alles in einem Topf mit einem Schnapsglas voll Multisaft aufkochen. Keinen Zucker hinzugeben. Mit dem Stabmixer alles zerkleinern.

Lecker, lecker. Und nun entschuldigt mich, mir wird gerade letzte Kartoffelpuffer vor der Nase weggegessen.

Kommentieren » | Rezepte

Alle Welt. Das Landkartenbuch- eine Buchrezension

21. Juli 2014 - 07:54 Uhr

In meiner Kindheit hatten meine Eltern eine Enzyklopädie. Unter “F” konnte man die Flaggen der Länder der Welt – nun ja, nicht alle, aber doch einige – entdecken. Ich habe viele Stunden zugebracht, mit Fingern und Augen den Linien der einzelnen Länderflaggen zu folgen. Dann nahm ich den Atlas und versuchte die Länder im Atlas zu finden. Wenn ich sie gefunden hatte, überlegte ich mir, wie die Menschen dort wohl leben, wie sie heißen und wie sie aussehen. Darüber hatte ich keine Informationen und das fand ich sehr schade. Interessant nur, dass im Zeitalter von Google und Co unsere Kinder die gleiche Suche spannend finden – eben nur 2.0. Sie möchten wissen, wie die Kinder anderer Länder aussehen, was sie essen, wie sie leben. Sie möchten wissen, wie es dort aussieht, wo “weit weg” ist. Nun könnte ich sie vor das MacBook setzen und mit ihnen und Google einmal über die Erde fliegen. Mach ich aber nicht. Denn es gibt etwas viel schöneres: ein Kinderbuch! Der Name ist vielsagend. “Alle Welt. Das Landkartenbuch” aus dem Moritz Verlag. Es ist ein Atlas der ganz besonderen Art. Die beiden Autoren und Illustratoren Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski habe ich schon in einem anderen Blogpost vorgestellt. “Treppe, Fenster, Klo” ist schließlich auch von den beiden. Kein Wunder also, dass wir es hier wieder mit einem Kleinod zu tun haben. Länder werden mit Illustrationen vorgestellt. Kinder entdecken unsere Erde, ohne lesen können zu müssen. Sie fangen an zu träumen und begeben sich auf Reisen. Sie fahren mit ihren Fingern den Linien der Flaggen nach und erzählen mir von ihren “Abenteuern”. Wir haben zwar keine Enzyklopädie – wer hat so was heute schon noch im Haus?  - aber  ”Alle Welt. Das Landkartenbuch” ist tausendmal besser als jedes Lexikon. Und wer jetzt mal einen Blick ins Buch werfen möchte, der folge bitte diesem Link

Kommentieren » | Kinderbücher

Kopfkissen oder Babyschlafsack – Baby’s erster Sommer

19. Juli 2014 - 08:28 Uhr

Es ist heiß. Das ist anstrengend. Gerade für Babies. Die Schwierigkeit besteht im Ausgleichen der Körpertemperatur. Das ist für ein Baby Schwerstarbeit. Und wie ist es mit Schlafen? Nun das Schlafen wird im Sommer zur Herausforderung. Mal warm, mal kalt, mal zuviel und mal zuwenig Decke… Da hilft nur eins: ein Sommerschlafsack. Der Sommerschlafsack sorgt für den richtigen Temperaturausgleich, hält unser Baby schön warm, aber niemals zu heiß. Es gibt tausende Sommerschlafsäcke im Handel, individuell genähte gibts bei Dawanda. Und doch ist es sehr einfach, einen Babyschlafsack schnell und einfach selber zu machen. Alles, was ihr braucht, ist ein Kopfkissenbezug (80×80 cm) mit einem Reißverschluss statt der üblichen Knöpfe als Schließe. So geht’s: Den Kopfumfang eures Babies messen. Diesen Umfang durch zwei teilen. Einen Halbkreis mit der errechneten Länge aus Papier herstellen. Diesen Halbkreis noch mal halbieren. Den Kopfkissenbezug mittig legen. Darauf achten, dass der Reißverschluss unten liegt, da sollen schließlich später die Füße hin. Nun dem Viertelkreis folgen und so den Halsausschnitt aus dem Kopfkissenbezug schneiden. Ähnlich bei den Armen vorgehen. Wer nicht nähen kann oder keine Nähmaschine hat, kann hier schon aufhören und sich über einen individuellen Babyschlafsack freuen. Für alle anderen gilt: die Ausschnitte müssen noch versäumt werden. Ich habe noch eine Zierspitze auf den Babyschlafsack aufgenäht und so den Sommerschlafsack noch ein wenig gerafft. So kann unser Baby die Nächte mit einem einfachen Langarmbody  und selbstverständlich bei geöffnetem Fenster sorgenfrei und vor allem schlafend überstehen. Und wir alle dürfen frisch erholt über die Hitze jammern.

Kommentieren » | Baby's erster Sommer, DIY - Filzen, Nähen, Basteln

Allerliebstes Kinderbuch – mein kleiner Fisch – Crowdfunding Projekt von Julia Reiter

16. Juli 2014 - 07:58 Uhr

O.k.  Die WM ist vorbei. Zurück also zur Normalität. Angesichts der nahenden bzw. bereits begonnenen Sommerferien in unserem Land liegt das Vorstellen interessanter Bücher sehr nahe. Ich beginne mit einem Buch, das sich zwar vom Leseniveau nur noch für Erstklässler (Sommerferien) eignet. Die Geschichte und die Illustrationen allerdings sind so schön, dass dieses wunderschöne Einod ein wahrer Schatz für alle Kinder und auch für so manchen Erwachsenen ist. Julia Reiter hat ein kleines Meisterwerk über eine ganz besondere Freundschaft verfasst und ich freue mich, dass sie mir einige Fragen rund um ihr Buch und das Finanzierungskonzept ihres Buches – Crowdfunding – erzählte. Lest das Interview und schmelzt. Das Buch ist definitiv ein wunderbares Geschenk für Schuleinführung, Geburtstag und – wer schon soweit ist – auch für Weihnachten und wird nicht umsonst vom Luna Magazin auf Facebook und anderen Blogs wie “Die Liebe zu den Büchern” vorgestellt.

Worum geht es in deinem ersten Buch und warum?

Es geht um die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Fisch und einer Katze. Ehrlich gesagt kann ich das “Warum” eher schlecht beantworten :) Es hat sich einfach so ergeben. Ich habe mal ein Kinderbuch über eine Katze gesehen, das mich illustrativ sehr enttäuscht hat. Dabei habe ich die Geschichte geliebt. Ich war jedoch so inspiriert, dass ich angefangen habe, Katzen zu malen und irgendwann auch Fische. Und schließlich habe ich den Texter, Nico Schroth, darum gebeten, mir eine Geschichte über eine Katze und ein Fisch zu verfassen. Daraufhin habe ich die Illustrationen konkreter zum Text gemalt. Und irgendwann hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich es nicht mehr, wie ursprünglich geplant, nur für mich machen, sondern es tatsächlich veröffentlichen wollte.

Wieso ein Kinderbuch: um schön illustrieren zu können, gäbe es doch sicher auch andere Projekte?

Sicherlich gibt es noch andere Projekte. Solche habe ich auch im Hinterkopf. Ich finde jedoch, dass gerade bei Kinderbüchern die Illustration einen großen Stellenwert hat. Was sehr schön ist. Leider wird dabei oft die Schrift vernachlässigt. Der Text wird meist über die Illustration gelegt, da wo am wenigsten überlagert wird. Oder es wird eine weiße Fläche darüber gelegt. Ich finde es muss eine in sich stimmige Komposition sein, auch bei einem Kinderbuch.

Du finanzierst dein Buch über Crowdfunding – was genau ist das?

Das ist ein, wie ich finde, perfektes Konzept für alle die eine Idee realisieren möchten. Crowdfunding ist ohne Risiko. Man setzt ein Kapital an, das man zur Realisierung benötigt, und kann durch Verkauf des Produktes beziehungsweise der Nebenprodukte diese Summe erreichen. Sollte die vorgegebene Zielsumme nicht erreicht worden sein, bekommen die Käufer ihr Geld wieder zurück. Jedoch bekommen sie dafür auch kein Produkt.

Welche Vorteile siehst du im Crowdfunding?

Ich sehe nur Vorteile beim Crowdfunding. Klarer Vorteil für den Starter ist, dass er ohne Risiko sein Produkt an-testen kann. Im Optimalfall sogar sein Ziel erreichen kann, ohne dafür ein Kredit aufnehmen zu müssen, den er im schlimmsten Fall gar nicht erst bekommen hätte. Die Käufer haben den Vorteil dass sie nicht nur das Produkt ihrer Wahl bekommen, sondern sie haben auch das Gefühl, jemanden geholfen zu haben. Ohne Crowdfunding könnten viele schöne Ideen gar nicht erst realisiert werden.

Welche Projekte dürfen deine Leser in Zukunft erwarten?

Da ich meinen eigenen Verlag gegründet habe, werde ich wahrscheinlich weitere Bücher machen. Ich habe weitere Kinderbücher geplant, illustrierte Geschichten oder Klassiker. Ich denke, auch hier werde ich über den Crowdfunding Weg gehen.  Ich persönlich hoffe ja auf viele weitere Projekte. Und wer von euch jetzt Lust hat, Julia Reiter beim Arbeiten zuzusehen oder sein eigenes kleines allerliebstes Kinderbuch kaufen zu wollen, der folge bitte diesem Link.

3 Kommentare » | Kinderbücher

Neue kleine Tasche – Entschleunigung?

6. Juli 2014 - 16:42 Uhr

Was hat eine Tasche mit Entschleunigung zu tun? Nun eine ganze Menge. Hätte ich vor Jahren nicht darüber nachgedacht, mein Leben zu entschleunigen, hätte ich weder diese noch andere kleine Taschen entworfen, verworfen und schließlich genäht. Vor vielen Jahren standen wir vor einer großen Entscheidung: unsere älteste Tochter war in ihrem Kindergarten hoffnungslos unterfordert – intellektuell und körperlich. Wir hätten sie als “Kann-Kind” in die Schule geben können. Aber das wollten wir nicht. Überhaupt nicht. Also suchten wir nach einer Lösung. Und fanden sie schließlich im Wechsel des Kindergartens. Wir zogen aus dem katholischen Kindergarten in den Waldorfkindergarten und entschleunigten unser Leben. Ich blieb von da an zu Hause, arbeitete nur noch in Projekten und sorgte mich um Haus und Hof und vor allem um die Kinder. Unsere große Tochter blühte auf wie ein Samenkorn, das zu lange zu wenig Wasser bekommen hatte. Wir hatten uns richtig entschieden. Heute nach alle den Jahren, nach dem Abschied aus dem Waldorfkindergarten, den wir übrigens nie bereut haben, denn nicht alle unsere Kinder passen in einen Waldorfkindergarten, wissen wir, wie wichtig die Entschleunigung war. Manchmal lässt man sich eben zu sehr vom Leben hinaus treiben und von Strömungen erfassen, die überhaupt nicht die eigenen sind. Dann muss man sich entscheiden, das Gegenteil von dem zu tun, was andere erwarten. Jede kleine Tasche, die seither entstanden ist, erinnert mich daran. Und sie erinnert mich auch daran, nicht zu vergessen, dass meine Kinder die gleichen Optionen haben müssen, wie ich sie hatte – auch wenn ich möglicherweise anders handeln würde.

P.S.: andere Geschichten um das Thema Entschleunigung findet ihr bei Andrea

1 Kommentar » | Alltag, DIY - Filzen, Nähen, Basteln

Kirschmarmelade – mein Rezept

5. Juli 2014 - 10:10 Uhr

Kirschen sind mein absolutes Lieblingsobst, Kirschmarmelade finde ich super lecker. Als ich noch ein Kind war, hatten meine Eltern einen Garten zwischen vielen anderen Gärten. Auf einer großen Wiese zwischen all diesen vielen Gärten gab es drei Süßkirschen. Bäume – so mächtig und voller leckerer Früchte. Das beste an diesen Bäumen war, dass ihre Früchte für alle frei waren. Also kletterten wir jeden Sommer in die Kirschen und verbrachten wunderbare Stunden zwischen grünen Blättern und roten Kirschen. Manchmal saßen in den Bäumen mehr Kinder als Süßkirschen dran waren. Versteht sich von selbst, dass alle Kirschen restlos aufgegessen wurden. Für Kirschmarmelade oder gar Kirschkompott ließen wir Kinder nichts übrig. Im Geschäft Süßkirschen zu kaufen, kam nicht in Frage. Viel zu teuer, wenn man sie überhaupt kaufen konnte. Also fuhren wir mindestens einmal im Jahr in die Sauerkirschen – leider nicht die Süßkirschen. Dass heißt: wir fuhren in eine Obstplantage, starten um 7.00 Uhr in der Früh, fuhren in einer langen Kolonne mit anderen Pflückwütigen in die Plantage, verbrachten den gesamten Tag damit, Sauerkirschbäume anzuernten, gaben den Großteil der Kirschen der LPG und durften mit zwei oder drei großen Körben leckerer Sauerkirschen nach Hause fahren. Wir picknickten im Schatten der Bäume und wir trafen jedes Jahr die gleichen Menschen. Wir spielten Verstecken oder Kirschkernweitspucken, teilten das mitgebrachte Essen und tauschten Rezepte aus. Denn alle Familien verarbeiteten die Kirschen sofort weiter – zu Kirschmarmelade oder zu Kirschkompott. Aus dieser Zeit ist mir ein Rezept im Sinn geblieben.

Für ca. 6 mittelgroße Gläser braucht ihr 1 Kilo Kirschen und 1 Kilo Gelierzucker (1:1), ein Glas Orangensaft (125 ml) und ein Esslöffel süßer Paprika.

Alle Zutaten in einem Topf zum Köcheln bringen, unter ständigem Rühren mindestens eine halbe Stunde aufkochen lassen. Sofort in die Gläser geben. Diese leckere Marmelade schmeckt super zu Reisbrei, Grießbrei, zu Pfannkuchen oder einfach aufs Brot. Guten Appetit.

Kommentieren » | Rezepte

Baby’s erster Sommer – Zähne und Probleme

3. Juli 2014 - 16:51 Uhr

Neulich nachts bekam unser Baby ganz fürchterliches Bauchweh. Sie schrie, was für sie sehr ungewöhnlich ist. Nach dem ersten Schreck – denn egal, wie viele Kinder Frau hat, Panik kommt doch immer wieder auf  - suchte ich im Mund nach der Ursache für das Bauchweh. Ein leicht angeschwollener Gaumen gab mir Recht: unser Baby zahnt. Ich hatte schon vor Jahren auf Dawanda ein kleines Täschchen gekauft, in dem ich meine Notfall Medizin für das Zahnen untergebracht habe.

Die Tasche sieht so ähnlich aus, wie diese wunderschöne Tasche von neckarfreunde. Schön bunt und leicht zu greifen. Da finde ich sogar nachts die Chamomilla Globulis. Denn jedes Kind zahnt anders, da muss Hilfe schnell bei der Hand sein. Unser Baby tut sich offenbar ein wenig schwerer. Tränen lagen in ihren Augen und sie schniefte in einem fort. Jetzt gab es überhaupt keinen Zweifel mehr: die Eckzähne sind eingeschossen. Von nun an ist das kleine Täschchen mit der Notfallmedizin für die Zähne von Dawanda wieder mein treuer Begleiter in der Wickeltasche. Notfalltaschen ein Erste-Hilfe-Koffer “to go”. Jeder sollte sie dabei haben. Ins Grundsortiment gehören: Heftpflaster und Wunddesinfektionsspray, eine Bandage und verschiedene Globuli, wie Belladonna oder Chamomilla. Wichtig sind  für ältere Kinder auch Rescue Bonbons (ob die wirklich helfen, weiß ich nicht, aber sie schmecken gut und das Lutschen beruhigt.) Im Laufe der Jahre habe ich verschiedene Notfall Taschen ob von Dawanda oder selbst genäht in allen Autos, Taschen und an fast allen Betten verteilt… man weiß ja schließlich nie, was kommt. Und ich passe den Inhalt der Taschen immer der Jahreszeit oder den Entwicklungsständen der Kinder an. Im Sommer zum Beispiel gehört in meine Ausrüstung immer auch eine Zwiebel gegen Bienenstiche, eine Kühlcreme gegen Ameisenstiche und eine Zeckenzange gegen diese lästigen Tiere. Versteht sich von selbst, dass die Ausrüstung an meinem Bett anders aussieht. Alles, was ich hier brauche, ist notwendig, um schnell wieder schlafen zu können. Mit einem Engelslächeln und kleinen Fäustchen.

Kommentieren » | Baby's erster Sommer

Qualitätszeit und Passfotos

29. Juni 2014 - 10:56 Uhr

Wer erinnert sich noch an den Film “Die fabelhafte Welt der Amelie” ? Es war der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe, bevor die Kinder kamen. Es war ein Film, dessen Musik mich über Jahre begleitete – gewollt und auch oft ungewollt. Und es war ein Film, der in meinem Bekanntenkreis zu einem neuen Modenamen führte.  Mir blieb der Film vor allem durch diese wunderbare Geschichte in der Geschichte haften – die Passfotos. Der schrullige Angebetete der Hauptdarstellerin sammelte sie aus allen Automaten rund um Paris. Eine Leidenschaft, die ich bis dahin nicht kannte, aber die ich wirklich gut nachvollziehen konnte. Passfotos aus einem Automaten sind Spaß. Man sieht auf ihnen immer irgendwie komisch aus. Und man sieht auf ihnen immer so aus, wie man sich in diesem Augenblick fühlt. Ich habe Passfotos aus meiner Teenager Zeit, Passfotos von Freunden, Passfotos von frisch Verheirateten auf Kaffeetassen. Zeit also, mal wieder zu einem Passfoto Automaten zu gehen und Fotos machen zu lassen. Und zwar bei einem Ausflug. Nummer 3 und 4 unserer Kinder durften gestern mit unserem Baby und mir in die Stadt fahren – Eis essen, Klamotten kaufen, Bücher ansehen und auch kaufen, Sticker finden, Rolltreppe fahren usw. Was so banal klingt, ist für unsere Kinder allergrößter Spaß, pure Qualitätszeit. Schließlich muss Qualitätszeit nicht immer nur das Lesen am Abend sein. Mit Mama quasseln, mit Mama shoppen, aussuchen dürfen, einkaufen können. Da war es selbstverständlich, dass wir am Ende der Qualitätszeit, quasi auf dem Weg zum Parkhaus, einen Passfoto Automaten aufsuchten und neue Schätze für meine eigene kleine Sammlung anfertigten.

Kommentieren » | Alltag, Freizeit

Schönheit liegt im alten Spiel

27. Juni 2014 - 09:40 Uhr

Wer von euch kennt das auch: es ist strahlender Sonnenschein. Es ist weder zu heiß, noch zu kalt. Die Kinder wollen aber überhaupt nicht raus zum Spielen. Genauso war es neulich bei uns:  Es dauerte einen ganze Weile, bis alle “großen” Kinder endlich nach draußen gingen.  Alle im Gänsemarsch unserer Großen hinterher. Unsere große Tochter wanderte schnellen Schrittes auf unseren Grillplatz, der versteckt zwischen Bäumen und Hecken ein Einod an Ruhe und Schönheit ist – für mich!  Für die Kinder ist dieser Platz  das perfekte Versteckt, um das Smartphone auszupacken. Zuerst dachte ich: mmmhh das ist aber sehr ruhig heute Nachmittag. Die Kinder spielen aber schön. Aber dann fiel mir ein, wie verdächtig Stille dieser Art ist. Kurz zur Erklärung: unsere große Tochter hat ein Smartphone, das nachmittags aus ist. Und darüber gibt es keine Diskussionen. Nun bringe ich das Baby ins Bett oder ich gehe Wäschewaschen und und und… Die Kinder passen diese Momente ab, um das Smartphone auszupacken und zu bespielen. So geschehen an diesem wunderschönen, sonnigen Nachmittag. Leicht genervt, denn hier deutet sich augenscheinlich ein Generationenkonflikt an, fragte ich, warum sie nicht einfach in den Kirschbaum klettern, auf das Trampolin gingen oder oder oder? Die Antwort ist klar: das ist doch langweilig! Also sagte ich, dann lasst uns doch auf den Spielplatz fahren. Das fand unsere Große noch langweiliger und an der Grenze zur Folter. Aber immerhin die Kleinen standen schnell bereit. Am Spielplatz waren alle ihre Freunde, von der ganz Kleinen bis zur ganz Großen. Sie spielten den ganzen Nachmittag miteinander – Fangen, Verstecken oder Tabu. Sie spielten und spielten. Sie waren glücklich, sie hatten Spaß miteinander. Und ich kann mir nicht helfen: die Schönheit eines Spieles liegt in den alten Spielen. Egal wie gut die neuen aufgemacht sind, sie können mit den Klassikern nicht mithalten. Interaktion, Empathie und natürlich Bewegung und Sonnenschein passen  nunmal nicht in einen Computer und schon gar nicht in ein Smartphone.

3 Kommentare » | Alltag, Freizeit

Am Sonntag will mein Kindchen mit mir Grillen geh’n – Foodlove

21. Juni 2014 - 07:24 Uhr

Sobald die Sonne scheint, tauchen die Rauchschwaden am Horizont auf. Bei uns auch. Es wird gegrillt. Wir schwenken. Üblicherweise Fleisch: Lamm, Fackeln, Schwenker usw. bis Fleisch für mindestens eine Woche nicht mehr auf die Teller kommt. Aber dann ist ja wieder Sonntag … Nein, im Ernst. Grillen macht Spaß. Es ist gesellig, es schmeckt gut und es muss nicht immer Fleisch gebruzzelt werden. Fisch zum Beispiel ist super lecker. In Ermangelung einer frischen Fischtheke in der Nähe oder eines Hafens mit Frischfisch Angebot, legten wir gestern tiefgefrorenen Fisch auf den Grill.  Mit Mehl paniert und einer Knoblauch-Öl-Marinade überzogen, war die Spannung groß. Die Mädchen waren sehr zurückhaltend. Aber als der erste Fisch auf den Tellern lag, ging es nicht schnell genug, Nachschub herbei zu schaffen. Daneben gab es Antipasti von gelber Zucchini und roter Paprika plus frischem Weißbrot aus dem Ofen.

Für den Fisch braucht ihr (6 Personen): 2-3Packungen Tiefkühlfisch, eine Knoblauchzehe, sehr gutes Öl, Mehl

Den Fisch mit dem Mehl überziehen. Auf den Grill legen. Knoblauchzehe durch die Presse geben und Saft und kleines Fruchtgut in einem Behälter mit Salz und Öl baden. Durchschütteln. Sobald der Fisch halb durch ist, mit dieser Marinade überziehen.

Für das Antipasti braucht ihr: eine gelbe Zucchini, eine rote Paprika, eine Knoblauchzehe, sehr gutes Öl

Zucchini und Paprika in Streifen schneiden. Getrennt von einander kurz anbraten. Das Gemüse muss knackig bleiben. Knoblauch wie oben behandeln. Sobald die Marinade fertig ist, Zucchini und Paprika in der Marinade baden. Servieren.

Mag der Sonntag kommen. Meine Rauchzeichen verkünden leckere Grillereien.

Kommentare deaktiviert | Freizeit, Rezepte

« Ältere Einträge